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250L DSB - Filterbecken im Keller
D ieses Aquarium wird als DSB (Deep Sand Bed) benutzt.
Als Besatz sind im Moment ein Odontodactylus scyllarus, eine Zylinderrose (Pachycerianthus sp.) und ein paar Ableger vom 960L Aquarium.
Z uerst möchte ich Wasserkreislauf und die Einrichtung des Filterbeckens beschreiben.
Oben fange ich mal an.
An meinem grossen AQ habe ich einen Überlauf gebaut. Steigt das Wasser, fliesst es durch die Überlaufrohre (Luftleer) über den Beckenrand in das angeklebte zweite mini -Becken.
Dort über eine kleine "Mauer" in das Fallrohr. Die kleine Abtrennung ist die Regulierung des Wasserstandes im grossen AQ und dient dazu, dass die Überlaufrohre immer im Wasser stehen und keine Nebenluft ziehen.
Bei eindringen von Luft in die Rohre würde das Prinzip nicht mehr funktionieren. Ein 80'er Rohr macht die Hauptarbeit und die zwei 32'er sind zur Sicherheit, falls mal eines Luft zieht.
Als Anschlussstück, Rohr zu Überlauf, dient eine Verschraubung mit Abgang für ein 32mm Rohr.
An dieses Stück, wurde mit einer Schlauchschelle fixiert, ein flexibler Schlauch (für Gartenteichpumpen) angebracht, der wiederum am anderen Ende mit einer Schelle am PVC-Rohr befestigt wurde.
Dieses, um flexibel zu sein, irgendwann einen Stabiler konstruierten Überlauf anschliessen zu können.
So, nun rauscht das Wasser nach unten. Im Keller das gleiche Prinzip. Am PVC-Rohr angeschlossen, wieder der Flexible Schlauch, um diesen vernünftig im Aquarium verlegen zu können.
Wie kommt nun das Wasser wieder Hoch?
Im ehemaligen Filterbereich den Aquariums ist 4cm unter der Wasseroberfläche eine Förderpumpe mit ca.800 bis 1000 L/h Leistung bei 3 Metern Förderhöhe. Die Leitungen sind fast so aufgebaut wie beim Fallrohr.
Auf die Pumpe ist ein Flexibler Schlauch gesteckt, um keine Vibrationen auf das starre 20mm PVC-Rohr zu übertragen, welches vom Keller bis auf Aquarium-Höhe gelegt ist.
Weil sich dieses starre PVC-Rohr (auch bei Wärme) nicht so leicht biegen lässt, wurde anderes PE-Rohr mit dem PVC-Rohr verklebt, um vernünftige Bögen und Geraden hinzubekommen.
Damit bei einem Ausfall der Förderpumpe, das Wasser wegen der Schwerkraft nicht zurück komplett das im Keller stehende Becken überflutet, habe ich drei Bohrungen knapp unter der Wasseroberfläche (0,5cm) am Wasserauslass gesetzt. Wenn jetzt der Fall eintritt, dass das Wasser zurück läuft, sinkt der Wasserspiegel so lange, bis das Auslassrohr Luft zieht.
Es würde also eine maximale Aquariumfläche von 200cm x 80 cm x 1 cm = 16L leer laufen, bis kein Wasser mehr fliesst. Es werden also im Filterbecken ca. 30-50 Liter weniger Wasser sein um eine Sicherheit gegen überlaufen zu schaffen.
Nun zum Aquarium
Als Filterbecken dient ein ca. 250L Aquarium von der Firma Deltec. Die Befüllung ist ca. 70(B) x 70(T) x 40(H) also: 196L netto. Beleuchtet wird es mit einem 70W 14000K HQI- Strahler und diversen (im Moment 90) LED`s als Nachtlicht.
Für gute Strömung sorgt eine No-Name-Pumpe mit ca. 4000L/h dazu kommt die Strömung die durch das Fallrohr entsteht. Beheizt wird das AQ noch nicht, da ja das Warme Wasser von oben kommt.
Den Sand (4x 25kg ATS DSB SYSTEME MARINE SAND) fürs Aquarium kaufte ich bei Aquaterrashop.
Der Sand hat eine Körnung von 0,5-1,0 mm und ist durch die natürliche Struktur besonders für DSB Systeme geeignet.
Der Argonitsand ist hervorragend für Nährstoffabbau und starke Calcium Rücklösung.
Weiter bestellte ich zum "Erwecken" des Bodengrundes zwei Livesand- Tüten a 9,07kg aus verschiedenen Regionen um möglichst eine Vielzahl an Mikroorganismen in das Becken zu bringen.
Der Bodengrund hat jetzt eine Höhe von 12cm.
Im hinteren Bereich habe ich noch Steine und Groben Bodengrund angelegt, um dem, im Moment noch einzigen Bewohner des Beckens einen Unterschlupf bieten zu können.
Es sind insgesamt acht Steine. Man sieht im Moment nur zwei Steine, da die anderen unter dem Sand sind, wo sie mehrere Hölen bilden.
Als Phosphatadsorber setze ich Caulerpa taxifolia und eine Drahtalge, Chaetomorpha linum ein.
Werden sie zu viele, kommen diese Algen auf den Kompost oder werden zum Teil wieder an die Doktorfische verfüttert.
Tagebuch des DSB
H ier werde ich alle Ereignisse die das DSB betreffen Stichpunktartig festhalten.
24.10.2008
Das Aquarium wird mit Umkehr-Osmosewasser befüllt, auf 25 Grad Celsius aufgeheizt und das Salz (Tropic Marin) gelöst, bis eine Dichte von 1.023 g/cm³ erreicht ist.
25.10.2008
Test des Überlaufes und der Verrohrung, nur kurz, damit nicht die ganzen frisch angesetzten 196L Wasser auf einmal im Grossen Becken landen.
26.10.2008
Morgens: Einsetzen der Steine und des groben Bodengrundes für den Pflegling. Danach Einbringen des feinen- und des Live- Sandes.
Abends nachdem sich das Wasser geklärt hat: Inbetriebnahme der Wasserzirkulation.
Einsetzen der höheren Algen:
Caulerpa taxifolia
Caulerpa prolifera
Caulerpa racemosa
Chaetomorpha linum
03.04.2009: Bis jetzt läuft es gut. Ich habe noch zusätzlich einen Zeolith - Filter installiert. Mit den eingesetzten Schwaemmen vor den Steinen,
wird jetzt endlich auch ein bisschen Dreck herausgefiltert.
Im Gegensatz zum Hauptbecken sind hier Cyano Bakterien vorhanden. Komisch...es ist doch das gleiche Wasser.
10.06.2009 so, habe mittlerweile fast alle Caulerpas und "Hilde" in ein 56L Becken nebenan gestellt und mit überlauf versehen.
Über dem Sand des DSB habe ich eine Lichtrasterplatte für Ableger aufgebaut.
Wegen den Cyanos werde demnaechst testen ob ein anderer HQI-Brenner Abhilfe schafft.
10.08.2009 Es sind schon ein paar Krustenableger da. Die Cyanos sind jetzt auch ohne Brennerwechsel, warum auch immer fast verschwunden.
Wieder mal ein Zeichen, dass man Geduld haben sollte.
04.11.2009: Mal ne kleine Aktualisierung... Ich habe mittlerweile ein 180L Algenrefugium und ein 200L Octopusbecken mit Überläufen an das DSB angebunden.
Dann habe ich noch eine neue Förderpumpe ( Sicce Multi 5800 ) installiert. Im Leerlauf verbraucht meine 40W und unter Last 80W bei ca. 2500-3000L/h.
19.11.2009 Habe die Zeolith- Röhre abgebaut und in das "Ableger- DSB- Becken ein kleineres Aquarium als Filterbecken geklebt.
So ist eine grössere Fläche für mechanische Filterung vorhanden und ich kann das Zeolith besser dosieren. Dieses, weil ich den Eindruck habe, daß das Zeolith viel Magnesium und Calzium abgibt.
Meine Werte sind viel zu hoch. Das kann ich mir nur durch das Zeolith erklären.
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www.furzmulde.de
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