Wir sind über eine Anzeige auf unsere neuen Bewohner stossen. Ich wollte seit meinem Australienaufenthalt diese Tiere in Pflege nehmen.
Nun am 25.01.2009 ist es soweit. Ovid und ich haben die Beiden ein paar Kilometer von Geesthacht abgeholt.
Auf der Fahrt entschied Ovid, dass sie Annika und Philip heissen sollen. Im Moment leben die beiden in einem relativ kleinen umfunktionierten Aquarium (120x40x40) welches wir vom Vorbesitzer übernommen haben.
Die Planung für ein richtiges Terrarium ist abgeschlossen. Nun geht es an Materialbeschaffung und Bauausführung, die ich --hier-- weiter kommentiere.
Ich weiss ja nicht, ob der Vorbesitzer nicht richtig sauber gemacht hat, aber die beiden und das Terrarium stinken wie nichts gutes.
Also erstmal komplett neuen Sand, Steine und Kork rein. Jetzt werde ich sie noch baden und sehen ob der Gestank mit der Zeit weg geht.
04.02.2009:Der derbe Geruch verschwindet nach und nach. Nur wenn die beiden einen frischen Haufen setzen muffelt es erbärmlich.
Mir ist jetzt eine Beule, so wie ein Kropf aufgefallen. Ich werde nächste Woche mit dem Phillip mal zum Tierarzt gehen.
17.02.2009: So, wir waren bei Dr. vet. Ute Baron. Philip hat noch mindestens eine bis zwei alte tote Hautschichten an sich.
Die Beule ist wohl eine Entzündung, wogegen er eine Spritze bekam. Eine Kotprobe gab ich bei den Tieraerzten Christine Niemeyer / Dr. Kerstin Steufmehl
in Geesthacht ab, die für Diagnose und Lösung mit Frau Baron in Reinbek Ruecksprache hielten. Die Untersuchung der Kotprobe ergab, dass Eier von Oxyuren vorhanden sind.
Gegenmassnahmen werden mir heute erklärt. Nach einem warmen Bad, löste sich am nächsten Tag eine Hautschicht.
Jetzt läuft er leicht "zerfetzt" rum. Mittlerweile geht die Schwellung am Hals zurück. Annika hat 3 Eier gelegt, die ich sofort entsorgt habe. Die Eier waren auch recht eingefallen.
10.06.2009:Irgendwie fressen die beiden nicht mehr so viel. Mal sehen woran es liegt. Vielleicht haben sie einfach nach der Winterpause mehr zu sich genommen und brauchen jetzt nicht mehr sooo viel.?.
13.10.2009:Habe Beleuchtung auf 1x 70W für 10 Stunden + Spot für 4 Stunden reduziert. Die Temperatur liegt jetzt um 20-23°C.
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07.01.2010:Es ist viel passiert. Sie sind wieder aufgewacht. Annika ist aber nicht viel gelaufen, da Philip sich bei jeder Bewegung auf sie gestürzt hat.
Habe einen zweiten Sonnenplatz mit einem 75W Alu Halogenstrahler eingerichtet. Um Annika zu entlasten habe ich am 29.12.09 bei Megazoo noch ein adultes Weibchen gekauft.
Schon am nächsten Tag ist Annika wieder durch die Gegend gelaufen. Ich denke, das ist, weil sich die Agression von Philip aufteilt und Annika somit ein wenig mehr Ruhe hat.
Die Freude hielt nicht lange an, da die neue Bartagame am 05.01.2010 auf einmal tot war. Ich kann nicht erkennen warum. Werde heute noch von Megazoo eine Stellungnahme bekommen. *hoffentlich, eigentlich wollten sie sich gestern schon melden.*
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22.01.2010:In so kurzer Zeit hat sich nochmal viel verändert. Ich habe vor ein paar Tagen ein anderes Pärchen bekommen. Das Weibchen habe ich mit zu Annika und Philip getan.
Philip ist total ausgeflippt. Beide Weibchen durften sich noch nicht einmal bewegen. Immer ist er rauf. Deshalb, weil ich denke, daß Philip enorm agressiv ist, habe ich das andere Männchen einquartiert und Philip erstmal in "Einzelhaft" gesteckt.
Parallel dazu habe ich auch eine Anzeige aufgegeben, dass einer abzugeben ist. Ich konnte mich nur nicht entscheiden unseren Phlip oder den anderen "Manfred" abzugeben. Einen muss ich aber! Jetzt nach 4 Tagen, ist es so harmonisch im Terrarium, daß ich mich entschieden habe "Manfred" zu behalten.
Er ist zwar auch ab und zu auf den Weibern, doch hält es sich in Grenzen. Philip wird am Sonntag der neuen Besitzerin übergeben. Mit einem weinenden und einem lächelnden Auge.
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25.03.2010: Ja, ja wenn der Mann am Schlafen ist, machen die Weiber was sie wollen...
Zuchtbericht:Am 11. Januar habe ich mich entschlossen, das Gelege von Annika "auszubrüten". Meine Kinder sollten sehen, dass nicht nur Hühner aus Eiern schlüpfen können. Also baute ich einen Incubator aus einer Kühlbox mit Wasser drin und einem Aquarium-Heizstab, der dann auf 28 Grad eingestellt wurde.
Die Eier legte ich in eine Eierpappe, die wiederum auf einer umgedrehten Tupperdose stand. Damit die Eier nicht durch Tropfwasser nass werden, kam über die Eierpappen noch ein halbes Plexiglasrohr, welches an den Enden mit Fliegengitter verschlossen wurde. So. Brutkasten für 10 Eier fertig.
Da aber noch 6 Eier übrig waren, schüttete ich noch einen Haufen Sand in mein kleines Terrarium. Darin begrub ich die restlichen Eier. Den Sand habe ich sehr feucht gemacht. Im Grunde durchgewässert. Dann eine Frischhaltefolie darüber gelegt, damit das Wasser nicht so schnell verdunstet. Der Haufen wurde von einer 50W Halogen (Osram Alu) in einem Abstand von 25-25 cm, 12 Stunden am Tag angestrahlt.
Dadurch, dass das Wasser schnell verdunstete, musste ich alle 3 - 4 Tage einen bis zwei Becher Wasser über den Haufen kippen. Schimmel hat sich nie gebildet, auch wenn ein leichtes Algenwachstum festzustellen war. (Oberfläche wurde grün)
Jetzt hieß es warten...
Am 06.04.2010 Wurde ich schon leicht ungeduldig. Ich sah mir wieder einmal die Eier im Incubator an. Das war ja auch leicht... Nun wollte ich aber auch sehen, ob die Eier noch im Sand liegen oder schon weg gegammelt sind. Also legte ich vorsichtig ein Ei im Terrarium frei. Da die Überraschung! Das Ei war mindestens dreimal so groß wie die im Incubator! Ich habe ja nicht gewusst, dass die Eier wachsen! Nunja, das Ei wurde wieder
vorsichtig vergraben. Die Eier aus dem Incubator habe ich dann entsorgt, da der Unterschied viel zu groß war. Eines der Eier aus dem Incubator habe ich noch vorsichtig mit einem Cuttermesser geöffnet. Darin war ein verkümmertes Bartibaby. Ich glaube nicht, dass daraus noch etwas geworden wäre.
Am 20.04.2010 Überraschung!!! 5 Kleine Bartagamen laufen durch das kleine Terrarium. Begeisterung macht sich breit! Die sind ja sooo knuffig! Schade, dass ich sie später abgeben muss. Eine der kleinen ist geschlüpft, hat es jedoch nicht geschafft sich auszubuddeln. Doch die Schlupfquote ist 100%! Im Grunde natürlich ausgebrütet. Also Fazit für mich, auf einen Incubator kann ich verzichten.
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In Panik, dass die Lütten verhungern habe ich gleich kleine Heimchen, die ich schon Vorrätig hatte, in das Terrarium gelassen. Doch die kleinen Bartis sind vor ihnen davon gelaufen. Jetzt habe ich gelesen, dass die kleinen den ersten, zweiten Tag nichts fressen. Ich habe trotzdem eine kleine Salatschale und ein bisschen Wasser ins Terrarium gestellt. Heute werde ich noch versuchen kleinere Heimchen zu bekommen. Diese, die ich habe sind ja schon 2 Wochen bei mir gewachsen.
Nicht viel später, als die kleinen Grünzeug und kleine Heimchen gefressen hatten, habe ich die schnuckeligen kleinen abgegeben.
24.09.2010:Seit 2 Wochen liegen die 3 nur noch da. Sie bewegen sich kaum und fressen fast kein "Grünzeugs" mehr. Nur wenn ich Lebendfutter rein gebe, flitzen sie los.
02.02.2011: So, jetzt sind sie wieder völlig aus der Winteruhe erwacht. Annika und Mimi haben jede über 20 Eier gelegt, die ich aber entsorgt habe.
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10.08.2011: Unsere Anni hatte eine Haselnuss große Schwellung am Gelenk. Diese musste opariert werden. Dann 10 Tage allein in einem alten Aquarium nur mit Zeitung, damit die Wahrscheinlichkeit einer Infektion geringer wird. Heute mache ich den Verband und vorsichtig die Fäden ab.
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16.08.2011: Manfred pirscht sich an Mimi an ;-)
04.01.2012: Nachdem die drei ihre Winterpause am 12. Oktober begonnen hatten, werden dieses Wochenende die Lampen wieder angeschaltet. Ich hoffe, es ist alles mit den 3en in Ordnung.